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Der Terry-Wright-Bericht auf Deutsch

Gerade ist auf Jens Soering — Guilty as Charged eine deutsche Übersetzung des Berichts von Terry Wright erschienen. Die Übersetzung wurde weitgehend maschinell verfasst, ist aber ziemlich verlässlich. Das englische Original ist aber nach wie vor maßgebend.

Ich wünsche euch viel Spaß bei der Lektüre!

10 thoughts on “Der Terry-Wright-Bericht auf Deutsch”

  1. Ein Muss für jeden deutschen Journalisten, der sich und seine Berichtersttattung zum Fall für seriös und relevant hält.

    Wie erklären Sie sich, dass so wichtige Fakten aus dem Bericht in „Das Versprechen“ von Herrn Vetter und Frau Steinberger völlig weggelassen worden sind? Söring gestand laut der Verhörprotokolle von Anfang an und zog Haysom ganz mit rein. Wer das macht, kann doch im Nachhinein nicht damit wegkommen zu sagen, er wollte die Haysom mit einem falschen Geständnis retten. Warum wird in „Das Versprechen“ nur das Geständnis vom letzten Tag besprochen? Warum verschweigen die Filmemacher, was an den vorigen Tagen passiert war? Die Londoner Polizei fand damals laut Bericht in Sörings Besitz Notizen etc. darüber, wie er selbst Bomben, Waffen und Sprengstoff bauen kann. Da ist ein Originalfax drin als Foto zum Beweis. Heutzutage würde man denjenigen, der sowas recherchiert eventuell als potenziellen Terroristen titulieren. Hätte ich das als Polizist gefunden, hätte ich ihn dann auch inkommunicado gehalten schon aus Sicherheitsgründen. Warum lassen die Filmemacher diese Information in „Das Versprechen“ weg? Warum durfte er das überhaupt öffentlich so darstellen, dass er inkommunikado war, obwohl er doch scheinbar sehr wohl einen Anwalt hatte, bevor er verhört wurde? Warum spricht niemand über diese Anschuldigungen, die Söring gegen die Dame namens Massie gemacht hat, was das mit dem Voodoo da auf sich hatte und dem, was den Leichen angetan wurde? Das steht ja auch drin in dem Bericht. Auch darüber wird in „Das Versprechen“ geschwiegen. Es ist ganz schön schlimm, wie viele tote und lebende Menschen ohne Beweise von Söring in den Fall reingezogen werden. Schuldig oder unschuldig, ein anständiger Typ macht sowas jedenfalls nicht.

    Ich habe Herrn Söring mal angeschrieben, ist lange her, Geld gespendet und sogar eine Antwort von ihm bekommen. Hätte ich das alles gewusst, was im Bericht steht, hätte ich ihm sicherlich keine Hilfe angeboten.

    Wenn ich jetzt in Foren lese, dass Vetter eine weitere „Dokumentation“ machen will, dann frage ich mich, wie es um seine und Frau Steinbergers journalistische Verantwortung steht. Werden dann wieder wichtige Fakten weggelassen, um die pro-Söring Agenda zu puschen? Wer will das verantworten? Wussten die das alles nicht, was durch den Bericht nun für alle einzusehen ist? Hat Söring ihnen all das, was im Bericht zu lesen ist, verschwiegen? Wer von denen kann garantieren, dass Söring nicht noch ganz andere Dinge verschweigt? Kennen seine Freunde und Unterstützer sämtliche Fakten des Falls gut genug, um sich überhaupt richtig zur Schuldfrage zu positionieren? Und die vielleicht wichtigste Frage. Wieso ist es einem rechtskräftig verurteilten Doppelmörder überhaupt erlaubt, auch über 30 Jahre später immer noch finanziellen und medialen Profit aus den Morden zu schlagen, für die er rechtskräftig verurteilt wurde? Wie viele von den Söringschen Lemmingen sehen inzwischen wohl ein, dass seine Story viele Fragen aufwirft, auf die er nicht antwortet und viele Unstimmigkeiten hat, für die er keine Erklärung gibt?

    Söring ist frei. Warum hört er nicht mit dem finanziellen Auslutschen des Falls auf? Frau Haysom schafft das doch scheinbar, ein normales Leben außerhalb des Rampenlichts zu leben. Seine medialen Bemühungen gehen schätzungsweise spätestens dann in die Hose, wenn sich Journalisten objektiv alle Fakten ansehen oder wenn sich mal unerwartet Menschen öffentlich äußern, die den Fall gut kennen und nicht dem Söring Kult angehören. Das sieht man ja an den neuesten Folgen der amerikanischen Podcastreihe von Small town big crime. Kaum möchten die Journalisten wichtige Fragen stellen, weil Sörings Aussagen nicht mit den Fakten zusammenpassen undsofort er lehnt die Zusammenarbeit ab dann ab. Da muss irgendwann auch mal bei den größten Fans und Unterstützern die Alarmglocke läuten.

    1. Ich glaube, “finanziell Auslutschen” auslutschen kann er seinen Fall hierzulande gar nicht mehr.
      Dafür haben schon die mittlerweile allgemein bekannten Dokumente wie der Wright Bericht oder Andrew Hammels Artikel in der FAZ gesorgt.
      Der “Gipfel” ist für mich allerdings Sörings Forderung (wohlgemerkt nach seiner Freilassung), man möge doch Elizabeth solange in Haft halten, bis sie den wahren Täter nenne.
      Wer nach 30 Jahren so denkt, der war offenbar doch noch nicht lange genug in Virginias Knästen.
      Ich glaube, wie werden von Herrn Söring nichts mehr hören.

      1. Thanks for your reply.
        That rings bells – she stayed in a squat in Berlin with some dubious characters including “members of the IRA”
        He would have done anything for her – such a dangerous and ruthless individual.
        But not that smart.

    2. Excellent that this is now available to a wider audience.

      Does anyone have a theory as to why Soering had researched bomb making?

      1. As far as i remember:
        Elizabeth told him that she had contact with IRA members who could support her. So Soering wanted to impress them by his “knowlegde”.
        Of course this was made up stuff by Elizabeth, but Soering obviously believed her.

  2. @simone Um zu wissen, daß er mit seinem ersten Geständnis Frau Haysom mindestens als Mitwisserin/Beihelferin mit reinriß,braucht es den Terry-Wright-Bericht gar nicht.Er beschreibt seine entsprechende Aussage selbst in seinem 2012 erschienenen Buch “Nicht schuldig”.Da die meisten Leute aber bessere funktionale Analphabeten sind,ist das nicht weiter aufgefallen.

  3. @Simone
    Söring kann mit niemandem mehr zur Tatnacht und weiterem sprechen oder sich gar Fragen stellen, ohne Haysom zu beschuldigen. Das ist also ein Zirkelschluss.

    @Stimmviech
    Denkst du, dass sein Vorwand Haysom könnte selbst die Tat auf sich nehmen, um den Helden zu spielen, gelogen war?

    1. @CRIMEKLAUS:
      Natürlich könnte Söring etwas zur Tatnacht sagen oder sich Fragen von Journalisten stellen, ohne Elizabeth mit irgend etwas zu beschuldigen, das bislang nicht bekannt war und das sie nicht zugegeben hätte.
      Letztlich können wir aber auf darauf verzichten, denn Söring hat bereits umfangreich Angaben gemacht in seinen diversen Geständnissen in 1986 in England, die wohl im wesentlichen den Ablauf der Tatnacht korrekt wiedergegeben haben.

      1. @FS007
        Die Antworten zu den Fragen wurden nahezu von Söring vollständig im Prozess gegeben. Team Söring hat die nur nicht alle behandelt.
        Warum sagst du immer Söring und Elizabeth. Bist du mit Andrew Nigel, Terry im Team Haysom?

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